„Während Tierrechtsgruppen einerseits behaupten, dass sie sich um Tiere auf Bauernhöfen sorgen, verlassen sie sich andererseits nur auf Lügen und Fehlinformationen…“

Die Bauerntochter Laura Bardot wuchs mit Respekt für Tiere und deren Bedürfnisse auf. Hier liefert sie einen fesselnden Bericht darüber, wie Tierschützer die Wahrheit verfälschen, um ihre Botschaft zu verbreiten

„Ich wuchs auf einer Rinderfarm im ländlichen Missouri auf. Ich bin ein klassisches, stereotypes Bauernkind. Ich habe Kühe, Schweine, Hühner, Hasen und Enten aufgezogen. Ich konnte einen Traktor und einen LKW in ein Feld fahren, bevor ich ein Auto auf der Straße fahren konnte.

Auf die Humane Society of the United States (HSUS) und die People for the Ethical Treatment of Animals (PETA) wurde ich durch ihre pessimistischen TV-Werbespots aufmerksam, mit denen sie versuchen mehr Spenden zu erlangen, indem sie an die Gefühle der Zuschauer appellieren. Ich wusste, dass diese Tierrechtsorganisationen immer behaupten, sie würden versuchen Katzen und Hunden zu helfen. Als sie allerdings sagten, sie müssten Bauernhoftiere „retten“, begann ich zu forschen.

Im August 2014 stimmten die Einwohner von Missouri über ein „Right to Farm Bill“ (Gesetz zur Berechtigung für landwirtschaftliche Arbeit) ab, das sicherstellt, dass Bauern und Viehzüchtern in Missouri ein Recht garantiert wird, für immer in diesem Bundesstaat Landwirtschaft zu betreiben. Ich war eine starke Fürsprecherin für dieses Gesetz, aber ich traf verschiedene Menschen, die skeptisch waren. Und die Mehrheit dieser Leute hatte von Anti-Landwirtschafts-Gruppen Fehlinformationen über das Gesetz gehört. Daher entwickelte ich eine Antipathie für diese Gruppen, die das Bedürfnis verspüren, ihren Weg zu einem – ihrer Meinung nach – besseren Leben für Tiere durch Schikane und Druck zu bahnen. Aber oft stimmt das nicht mit wissenschaftlichen Ergebnissen überein.

Danach glaubte ich nicht, dass ich je an von Tierrechtsgruppen organisierten Events teilnehmen würde, denn sie versuchen die Branche, die meinen Lebensunterhalt bedeutet, auszulöschen.

Das änderte sich schnell, als ich durch das halbe Land zu meinem Sommerpraktikum bei der Animal Agriculture Alliance umzog. Die Allianz sendet jedes Jahr Vertreter zu nationalen Tierschutzkonferenzen, sodass sie die Branche darüber informieren kann, welche Strategien und Taktiken die Tierrechtsgruppen als nächsten einsetzen werden. Ohne zu wissen, was gesagt oder getan werden soll, saß ich still da und notierte, was die Organisation über die Gemeinschaft zur landwirtschaftliche Tierhaltung zu sagen hatte.

Ich wusste nicht genau, was mich erwarten würde, als ich zur ersten Konferenz, der Taking Action for Animals Conference der HSUS, kam. Mein erster Gedanke war, dass ich mich nicht unter die Menge der Aktivisten mischen würde. Während der Eröffnungsveranstaltung sagte Paul Shapiro, der Vizepräsident des Tierschutzes der HSUS, etwas gegen die landwirtschaftliche Tierhaltung, das das gesamte Auditorium aufstehen und Beifall klatschen ließ. Ich hatte weiche Knie, als ich aufstand und einem Menschen applaudierte, der die Bedeutung der landwirtschaftlichen Tierhaltung ebenso wenig verstand, wie die harte Arbeit und das Engagement, dass Bauern wie meine Familie leisten.

Die zweite Konferenz, an der ich teilnahm, war die National Animal Rights Conference 2016, die von FARM (Farm Animal Rights Movement) in Los Angeles, Kalifornien, veranstaltet wurde.


Auf dieser Konferenz probierte ich veganes Essen, das seinen Beitrag zum Schlüsselerlebnis meiner Bekanntschaft mit der Tierrechtsbewegung leistete. Diese Konferenz war viel größer als die, die HSUS veranstaltet hatte, und umfasste radikalere Sitzungen, die mich schaudern ließen, wenn ich allein Titel wie „Die Spiritualität des Veganismus“ und „Unsere Gegner kennen lernen“ las.

Während ich Stunde um Stunde in Sitzungen mit ähnlichen Themen saß, lernte ich ein paar Dinge. Ich erfuhr, dass die meisten Tierrechtsaktivisten die Lügen über „Massentierhaltung“ glaubten, ohne die Wahrheit von den Bauern selbst zu hören. Verschiedene Aktivisten denken, dass die landwirtschaftliche Tierhaltung eine Abscheulichkeit der Menschheit sei, die zerstört werden müsse, und dass die Tiere „befreit“ werden müssten. Ich lernte auch die verschiedenen Taktiken kennen, die von Gruppen angewendet werden, um auf Bauernhöfen, Messen und anderen ähnlichen Ereignissen zu spionieren. Von Drohnen über Teleobjektiv-Kameras und Körperkameras bis hin zum Einsatz des Freedom of Information Act machen Aktivisten vor nichts Halt, um Tiere zu „befreien“. Zu sehen, wozu diese Menschen für die „Befreiung“ von Tieren bereit sind, ist einschüchternd, denn ihre Taktiken sind skrupellos und unethisch.

Eine Fähigkeit, die ich bei der Teilnahme dieser Konferenzen erwarb, war die Kontrolle meiner Gedanken und Ausdrücke, während ich den Lügen zuhörte, die von den Sprechern verspien wurden. Während der HSUS-Konferenz sagte Nathan Runkle, Vorsitzender von Mercy for Animals, speziell, dass „4-H der erste Betrug von Kindern an Tieren sei“. Ich schied als 12-jähriges 4-H-Mitglied und 4-H-Präsidentin von Missouri Anfang Juni aus und es erforderte Mut, diesem Kommentar zu applaudieren, statt zur Verteidigung der Organisation aufzustehen. Ich lernte, dass Aktivisten bereit sind, alles zu sagen, damit Menschen die Lügen über Landwirtschaft glauben.

Führen mit Lügen und Fehlinformationen


Während ich verschiedenen Tierrechtsführern unwillig applaudierte, Sprechern zuhörte, die eine Ernährung auf Pflanzenbasis predigten, veganes Essen probierte und mit Menschen darüber sprach, „wie schrecklich Bauernhöfe seien“, erkannte ich den wichtigsten Unterschied zwischen mir und den Aktivisten. Während Tierrechtsgruppen behaupteten, sich über Bauernhoftiere zu sorgen, verlassen sie sich auf Lügen und Fehlinformationen, um ihre Absicht – die Beendigung der landwirtschaftlichen Tierhaltung – zu verbreiten. Ich verlasse mich auf die Wahrheit, auf die Erfahrung von Bauern und die Wissenschaft, die die Branche, die ich liebe, unterstützt.

Wenn Sie Fragen oder Bedenken haben, wie Tiere auf dem Bauernhof versorgt werden, fragen Sie doch bitte einen Bauern, der sich täglich um seine Tiere kümmert, und nicht Tierrechtsgruppen mit einer radikalen, unrealistischen und regelrecht absurden Agenda.

Die Allianz hat einen Bericht zur HSUS-Konferenz veröffentlicht und arbeitet gegenwärtig an einem Bericht über die National Animal Rights Conference 2016. Diese Berichte stehen ausschließlich Mitgliedern der Allianz zur Verfügung.“

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