The Freedom Correspondent: Tierschützer und ihre unklar formulierten Prinzipien

Es fand die Londoner Fashion Week statt und eine Gruppe von Herausgebern, Käufern und Prominenten sammelte sich vor Londons kultigsten Häusern für erstklassige Mode.

Aber dieses Mal wurden die Gäste nicht vom üblichen Champagner, begleitet von Paparazzi und Street Style-Fotografen, sondern von beinahe 250 aggressiven Tierschützern begrüßt.

Die Showrooms waren geschäftig und in diesem Jahr erlebten die Liebhaber der Londoner Mode Tierrechtsaktivismus in einem weitaus größeren Umfang als sonst.

Seitdem Grün zum neuen Schwarz wurde, wurde die Mode zu einem Minenfeld moralischer und ethischer Dilemmas.

Während einige Punkte, z. B. die angemessene Behandlung von Tieren, eine öffentliche Debatte verdienen, gibt dies jedoch meiner Meinung nach Tierschützern nicht das Recht, die Öffentlichkeit einzuschüchtern, indem sie sich mit Kunstblut bedecken und Menschen anschreien und bespucken.

Jeder kann seine Ansichten zum Thema Tierschutz oder jedem anderen Thema äußern, aber leider gehen Tierschützer viel zu weit und verändern verschiedene Ansichten in eine gefährliche Intoleranz.

Genug ist genug. Wir dürfen den Aktivisten nicht erlauben, uns viele weitere Jahre lang einzuschüchtern.

PETA wurde bereits angedroht, dass sie in Kanada als terroristische Organisation gelistet würden, nachdem eines der Mitglieder das kanadische Ministerium für Fischerei und Meere physisch angegriffen hatte.

Obwohl die Aktivisten damals mit ihren bizarren Taktiken gerade noch davonkommen konnten, haben sie es definitiv nicht geschafft, die wichtige Lektion zu lernen. Wo ist das Mitgefühl, das die Tierschützer aktiv promoten?

PETA und andere Tierschützer glauben, dass sie das Leiden der Welt mindern. Allerdings verkaufen sie für ihre unklar definierten Prinzipien einfach den gesunden Menschenverstand.

Niemand darf Tiere misshandeln, aber wir werden nicht besser, wenn wir stattdessen Menschen terrorisieren.

Die Londoner Fashion Week ist ein wunderbares Beispiel dafür. Immer mehr Menschen betrachten die Aktivisten nicht mehr als vernünftige, rational denkende Menschen – sie werden einfach bemitleidenswert.

Ich muss Sie nicht daran erinnern, dass Pelz schon immer für gemischte emotionale Reaktionen seitens der Öffentlichkeit gesorgt hat. Nennen Sie ihn einfach den Selfie-Stick der Mode: Entweder man liebt ihn, oder man hasst ihn.

Wenn wir in der Geschichte zurückblicken, wird deutlich, dass es in den 90ern und frühen 2000ern modern war, gegen Pelz zu sein. Pelzteile wurden als alt betrachtet und erinnerten Menschen an etwas, dass ihre Großeltern getragen haben würden.

Heute, im Jahre 2017, hat sich das Blatt gewendet. In dieser Saison ist farbiger Pelz im Stil der 70er Jahre einer der heißesten Trends, und sowohl Haute Couture-Designer als auch kleine Modelabel setzen das „Echtzeug“ in ihren Kollektionen ein.

Tut mir Leid, Tierschützer, die Prominenz hat begonnen, Pelz wieder öffentlich anzunehmen. Ich glaube nicht, dass endlose Anti-Pelz-Demonstrationen die Meinung von Legenden wie Kim Kardashian, Naomi Campbell oder Anna Wintour ändern werden.

Die Londoner Fashion Week hat erneut gezeigt, dass die weltweiten Pelzverkäufe ansteigen und sehr gefragt sind. Die Pelzbranche brachte 2015-2016 ca. 30 Milliarden $ (USD) aus Einzelhandelsverkäufen ein.

Ich freue mich darüber, und damit bin ich sicher nicht allein. Zahlreiche weitere Designer sehen Pelz heute als kreatives Material. Handtaschen verfügen z. B. jetzt über süße, flauschige Quasten und im Allgemeinen ist Mode auf Pelzbasis um so vieles fröhlicher und leichter als früher – womit die Freude auf den Laufsteg zurückkehrt.

Und wir dürfen ein gesondertes Umweltargument nicht vergessen, dass Pelz in der Mode gegenüber künstlichen Geweben favorisiert.

Ich denke, meine Frage an dieser Stelle wäre – kennen Tierschützer die Fakten und verstehen sie, dass sich die Angriffe auf Menschen bei der Londoner Fashion Week nicht als Mitgefühl darstellen?

Aus der Tiefe meines Herzens würde ich PETA und deren Sorte empfehlen, neu nachzudenken. Aggressive Proteste und billige Werbegags ändern die menschliche Wahrnehmung zu Tieren nicht, aber sie enthüllen viel. Wenn „Mitgefühl“ das Ziel ist, machen Tierschützer ganz lausige Werbung dafür.

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