‚Muttermilch ist ein Mythos‘-Kampagne sorgt für Zorn in der Milchwirtschaft, denn sie sei irreführend

DIE MILCH-Wirtschaft ist verärgert über die Organisation Go Vegan World, denn diese startete eine kontroverse Pro-Vegan-Kampagne.

Die Kampagne „Muttermilch ist ein Mythos“, die letzten Februar ins Leben gerufen wurde, wurde von der Milchwirtschaft als unverantwortlich und irreführend gebrandmarkt. Viele sind der Meinung, dass die Behauptungen, die im Rahmen der Kampagne aufgestellt wurden, nicht belegt werden können.

Die in nationalen Zeitungen veröffentlichten Anzeigen bieten eine Selbsterzählung einer Person, die einen Milchviehbetrieb besucht hat. Sie beschreibt den Stress von Kälbern, die kurz nach der Geburt von ihrem Müttern getrennt werden. Die Milchwirtschaft erklärt jedoch unnachgiebig, dass die Anzeige nicht präzise die Art und Weise beschreibe, wie Milchvieh im Vereinigten Königreich im Allgemeinen behandelt werde.

Trotz des Aufschreis der Milchwirtschaft entschied die Advertising Standards Authority (ASA – Einrichtung für die Kontrolle der Werbung), dass die Kampagne die Werbebestimmungen nicht verletze.

Der Vorsitzende des NFU-Verbandes der Milchwirtschaft, Michael Oakes, sagte, die Gewerkschaft der Bauern sei „wütend“ und „enttäuscht“ über die Entscheidung und fühle sich von der ASA im Stich gelassen.

„Unserer Ansicht nach präsentiert das Poster von Go Vegan World’ eine ungenaue Darstellung der britischen Milchwirtschaft und hat daher das Potenzial, die Öffentlichkeit in die Irre zu führen.“

„Im Vereinigten Königreich gelten die höchstmöglichen Standards für den Tierschutz“, sagte er. „Ich bin ein Milchbauer und kümmere mich den ganzen Tag um meine Tiere, die wiederum für mich sorgen. Ihr Wohlbefinden hat für mich höchste Priorität.“


Oakes drückte weiterhin seine Frustration über die Tatsache aus, dass die Entscheidung während der Brexit-Verhandlungen fiel. Er sorgt sich, dass die Entscheidung einen schädigenden Einfluss auf den weltweiten Ruf der britischen Landwirtschaft haben könne. Die britische Landwirtschaft ist dafür bekannt, dass einwandfreie Tierschutzbestimmungen gelten.

Go Vegan World wurde zum Gedenken an eine tote Henne gegründet, aber Oakes glaubt, dass es die britischen Bauern sind, die in dieser Zeit der politischen Unsicherheit die Unterstützung der Verbraucher dringender benötigen.

Die Gründerin der Kampagne, Sandra Higgins – die kommentierte, dass „Milchprodukte von Natur aus unmenschlich seien“ – hat offensichtlich keine Bedenken hinsichtlich der Existenzgrundlage der Bauern, die von der Milchwirtschaft abhängen.

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