Hells Bells – Holländische Aktivistin verärgert mit ihrer Forderung zur Abschaffung Schweizer Kuhglocken ein Dorf

Eine HOLLÄNDISCHE Veganerin, die Kuhglocken verbieten möchte und der wegen zu großer Unannehmlichkeiten zweimal die Schweizer Staatsangehörigkeit verweigert wurde, hat ein komplettes Dorf verärgert, indem sie letztendlich doch ihren Pass erhielt.

Nancy Holten, 43, lebt seit ihrem achten Lebensjahr in der Schweiz, spricht fließend Schweizerdeutsch und hat zwei Kinder, die Schweizer Staatsbürger sind.

Allerdings wurde sie von den ortsansässigen Dorfbewohnern in Gipf-Oberfrick abgewiesen, weil diese sich über die Kampagnen für ein Verbot von Kuhglocken ärgerten. Laut Nancy Holten seien die Glocken für die Tiere grausam.

Frau Holten startete auch eine Kampagne gegen die Dorfglocken, weil diese zu laut seien, und sprach sich gegen Ferkelrennen und die Jagd aus.

In der Schweiz haben Einwohner ein Mitspracherecht bei der Vergabe der Staatsbürgerschaft, und nachdem der Gemeinderat im Januar die Staatsbürgerschaft abgelehnt hatte, wandte sich Frau Holten an eine staatliche Behörde, die die Entscheidung außer Kraft setzte – sehr zum Ärger des Dorfes.

Die Lokalpolitikerin Tanja Suter sagte, dass Holten eine „große Klappe“ habe und die Schweizer Staatsbürgerschaft nicht verdiene.

Sie fügte hinzu: „Sie verärgert uns und respektiert unsere Traditionen nicht.“

Frau Holten sagte, sie sei „erleichtert“, dass sie die Staatsbürgerschaft erhalten habe, obwohl die Entscheidung in den nächsten Wochen noch bestätigt werden muss.

Sie teilte mit, dass sie jetzt den Wegzug aus dem Dorf, in dem sie so unbeliebt sei, in Erwägung ziehe.

Sie sagte: „Es ist nicht länger angenehm hier, sogar, obwohl es Menschen im Dorf gibt, die mich unterstützt haben.“

Frau Holten, die sich selbst online als TV-Moderatorin, YouTuber, freiberufliche Journalistin, Schauspielerin, IT-Frau und Model beschreibt, bewarb sich im Jahr 2015 zu ersten Mal um einen Pass.

Das führte dazu, dass die Bürger von Gipf-Oberfrick ein Referendum durchführten, durch das ihr Antrag mit einem Ergebnis von 144-62 abgelehnt wurde.

Die Publicity, die ihr Fall erzielte, brachte Frau Holten zahlreiche TV-Spots ein, die sie nutzte, um ihre Kampagne gegen die Kuhglocken vorzutragen – sie sagte, diese seien zu laut für die Tiere und dürften nicht so nahe an den Ohren sein. Außerdem wären sie zu schwer.

Einwohner in der Schweiz haben oft ein Mitspracherecht bei Bewerbungen um die Staatsbürgerschaft, die eher von Ratsversammlungen als von der Bundesregierung entschieden werden.

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