Australische Bauern fordern die RSPCA auf, sich nicht in ihr Geschäft einzumischen

ZORNIGE Bauern sagten der RSPCA, sie würde nicht verstehen, was das Beste für Bauernhoftiere sei.
Die Organisation solle sich von Bauernhöfen fernhalten und dabei bleiben, sich um das Wohlbefinden von Haustieren zu kümmern.
Bauern äußerten bei einer parlamentarischen Prüfung im australischen Bundesstaat Victoria ihre Befürchtungen, dass die RSPCA mittlerweile mehr eine Tierrechtsgruppe als eine Aufsichtsbehörde sei.
Die Victorian Farmers Federation (Farmervereinigung Victoria) äußerte in der Untersuchung, dass die unbestrittene Autorität zur Regelung gewerblicher Landwirtschaftsgebiete durch Agriculture Victoria in den Händen der Regierung des Bundesstaates bleiben müsse.
Die Regierung des Bundesstaates müsse schnell handeln, um die Tierrechtsgruppen daran zu hindern, die Macht mittels polizeilicher Praktiken zu übernehmen. Die Regierung wurde gedrängt, Vorkehrungen in ein Gesetz aufzunehmen, mit denen Agriculture Victoria die unbestrittene Autorität wird.
„Die Regierung des Bundesstaates rückt der Enthüllung ihres Tier-Aktionsplans näher, und das ist für sie die perfekte Gelegenheit, Agriculture Victoria die definitive Autorität zur Regelung von Viehbestand gemäß der Gesetzgebung zu übertragen.“, sagte der VFF-Präsident David Jochinke.
„Die RSPCA Victoria leistet sehr gute Arbeit beim Schutz von Haustieren und der Untersuchung von Tierquälerei, aber diese Rolle darf nicht auf Bauernhoftiere ausgeweitet werden.
Das Feedback, das wir von Bauern erhalten haben, besagt, dass die RSPCA-Inspektoren auf aggressive, fordernde Weise aufgetreten seien und kaum Willens waren, mit den Bauern bei der Verbesserung der Tierschutzmaßnahmen zusammenzuarbeiten.“
Herr Jochinke sagte, die Geschichte der Aktivisten-Kampagnen der RSPCA gegen die gewerbliche Landwirtschaft habe zu einer zunehmend angespannten Beziehung zu den Bauern geführt.
Bei seinem Auftritt vor dem Komitee sagte der Vizepräsident der VFF Egg Group, Brian Ahmed, dass der landwirtschaftliche Sektor in Victorian freiwillig Programme zum Tierschutz nutze, dass dies den Bauern jedoch nicht zugute gehalten werde.
Er sagte: „Es liegt im eigenen Interesse der Bauern sicherzustellen, dass wir strenge Tierschutzpraktiken pflegen, denn wir versuchen, Unternehmen zu führen, und unser Lebensunterhalt hängt davon ab.
Es bereitet uns viel Freude, Lebensmittel zu produzieren und Menschen zu versorgen, aber unsere Arbeit wird kompliziert, wenn die RSPCA ständig auf unsere Höfe kommt, unsere Verfahren beurteilt und uns beleidigt, wir wären grausam, obwohl wir zertifizierte Richtlinien zum Tierschutz befolgen.“
Herr Ahmed sagte, die angespannte Beziehung zwischen den Bauern und der RSPCA rühre von Kampagnen der Tierschutzgruppe her, die gegen verschiedene landwirtschaftliche Branchen gerichtet waren, einschließlich der Export- und Käfigeier-Branche.
„Gegenwärtig haben wir die Situation, dass die RSPCA sich nicht im Klaren darüber ist, welche Rolle sie spielen möchte – möchte sie eine Regulierungsbehörde oder lieber eine Aktivistengruppe sein? Sie können nicht beides sein.“, fügte er hinzu.
„Es ist absolut scheinheilig, legale Branchen anzugreifen und aktiv Kampagnen durchzuführen, um Branchen zu schließen, die gemäß den eigenen Standards der RSPCA nicht grausam sind.“
Der Präsident von VFF Livestock, Leonard Vallance, erschien zusammen mit Herrn Ahmed bei der parlamentarischen Prüfung, und sagte, die Viehzuchtbranche habe über die Forschungseinrichtung Meat and Livestock Australia 7 Millionen $ bezahlt, um in beste Tiergesundheits- und -schutzpraktiken zu investieren.
„Australien ist das einzige Land, in dem Produzenten direkt an eine von der Industrie geförderte Einrichtung zahlen, um positive Resultate für den Tierschutz zu erzielen, und darauf sind unsere Bauern stolz.“, sagte er.
„Aber Tiere, die zu Produktionszwecken aufgezogen werden, haben immer ein anderes Leben als Tiere, die auf dem Sofa sitzen und mit Ihnen fernsehen.
Zu viele RSPCA-Inspektoren verstehen den Unterschied zwischen Haus- und Produktionstieren nicht, und das führt zu unfairen und fehlerhaften Vorwürfen gegenüber Bauern, die das Richtige tun.“

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