Aktivisten drehen Virtual-Reality-Filme, um angebliche Tierquälereien offenzulegen – werden aber beschuldigt, Fake-Filme zu machen

TIER-Rechtsgruppen greifen auf Virtual-Reality-Filme zurück, um Tierquälerei zu offenbaren.

Die neue Taktik wurde jedoch als „Fake“ bezeichnet, und die Betrachter hatten Zweifel an der Genauigkeit.

Animal Equality war die erste Tierrechtsorganisation, die VR-Technologie übernahm und ihre Filme ‚iAnimal‘ nannte.

Gruppen wie die Humane Society und Direct Action Everywhere sind seither nachgezogen.

Direct Action Everywhere veröffentlichte kürzlich ein VR-Video, das Betrachter in Scheunen der Circle Four Farmen in Milford, Utah, führt.

Das Video zeigt Ferkel, die an ihren toten Geschwistern knabbern, und trächtige Schweine, die an ihren Käfigstegen nagen.

Circle Four, im Besitz von Smithfield Foods, ist einer der größten Schweineproduzenten in den Vereinigten Staaten.

Keira Lombardo, eine Sprecherin von Smithfield, sagte, das Video zeige „eklatante Ungenauigkeiten“. Dazu gehört die Behauptung, dass die im Video gezeigten Tiere verhungern würden.

„Dieses Video, das in hohem Maße bearbeitet und sogar gestellt erscheint, ist ein Versuch, eine neue Technologie wirksam einzusetzen, um ein Tierpflegeproblem aufzuwerfen, wo keines ist.“, schrieb sie.

Lombardo setzte sich auch gegen Direct Action zur Wehr, die zwei Ferkel von einer Farm, an der sie vorbeikamen, mitgenommen hatten.

„Die Schöpfer des Videos, die behaupten Anwälte der Tierpflege zu sein, riskieren das Leben der Tiere, die sie gestohlen haben, ebenso wie das Leben der Tiere, die auf unseren Höfen leben.“, sagte sie.

Smithfield wurde von Außenrevisoren besucht. Barry N. Pittman, einem Tierarzt des Bundesstaates Utah, und Jennifer Woods, einer Tierärztin und Expertin für den Umgang mit Nutztieren führten eine Untersuchung bei Circle Four durch. Diese Untersuchung zeigte keinen Fall von Misshandlungen von Tieren.

Allerdings wird eine weit verbreitete Nutzung von Virtual Reality seitens der Tierrechtsaktivisten in nächster Zeit kaum vom Boden abheben.

Die benötigte Ausrüstung, um VR-Filme zu drehen, ist nicht nur teuer und sperrig, sondern es gibt auch zu wenige Menschen, die die Technologie zur Betrachtung der Filme besitzen.

Virtual Reality ist nicht die einzige Technologie, die Tierrechtsaktivisten für eine irreführende Wirkung nutzten.

Zu Beginn dieses Jahres erlebte PETA einen Rückschlag, als sie versuchten, ein Computer generiertes Video zu vertreiben, das zeigt, wie eine Katze misshandelt wird. Der Online-Nachrichtendienst Mashable kritisierte PETAs Versuch, „wissentlich ein falsches Video zu veröffentlichen, um dafür zu sorgen, dass sich eine Lüge wie ein Lauffeuer verbreitet“. Sie nannte es ein „atemberaubendes neues Tief“.

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